Virales Marketing.
Viral Marketing beschreibt das gezielte Auslösen und Kontrollieren von Mund-zu-Mund-Propaganda zum Zwecke der Vermarktung von Unternehmen und deren Leistungen. Der Begriff “Virales” ist abgeleitet von “Virus”. Ziel des viralen Marketings ist eine planvoll angestossene und strategisch inszenierte Mund-zu-Mund-Propaganda, bei der die Botschaft wie ein Virus verbreitet wird.
Im Fokus einer Kampagne steht dabei nicht das eigentliche Produkt, das beworben werden soll, sondern ein Kampagnengut, das so außergewöhnlich ist, dass sich das Weitersagen oder Mailen wirklich lohnt. Das können z.B. ein witziger Film oder Spiel sein, die eigentliche Werbebotschaft wird dabei subtil transportiert. Bei der Entwicklung einer Virus-Marketing-Kampagne sind folgende Prozessschritte zu beachten:
- Analyse: Die Zielgruppe der Kampagne ist zunächst einmal ganz genau zu definieren. Dann sollten die Bedürfnisse, Erwartungen und Kommunikationsvorlieben dieser Zielgruppe analysiert werden.
- Konzeption: Basierend auf den Analyseergebnissen ist ein Marketingkonzept zu entwickeln, das die vorher genannten Erfolgsfaktoren (Produkt, kostenloses Angebot, einfache Übertragung, Verlangen nach Kommunikation) berücksichtigt.
- Infektion: Über gezielte Kommunikationswege werden ausgewählte Menschen mit dem Marketing-Virus “infiziert’. Je mehr diese Kommunikationswege (z.B. Internet, E-Mail, Zeitschriften, Prominente, Meinungsbildner) genutzt und je besser die Ziele der ersten Welle ausgewählt werden. desto größer sind die Erfolgschancen der Kampagne.
- Geduld: Virus-Marketing erfordert Geduld, da die Ansteckung – wenn sie denn überhaupt erfolgt – einer exponentiellen Kurve folgt. Das bedeutet, am Anfang verbreitet sich der Marketing-Virus grundsätzlich immer langsam. Hier muss man Geduld haben und die Aktion am Leben halten. Wann der Virus aber wie gewünscht funktioniert, wird er sich später immer schneller verbreiten.
Es gibt keine Garantie, dass Virales Marketing funktioniert und die Werbe-Erfolgsmessung ist schwierig. Aber die Erfolgs-Storys solcher Konzepte deuten auf erhebliche Potentiale hin.
Ein Beispiel für ein gelungenes Video: Diesen Spot verbreitete Microsoft unter dem Slogan: “Denkbar. Planbar. Machbar“ -als virale Aktion für die Software Microsoft Project.
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